Minister Wöller, warum lassen Sie neun von 500 Schulen nicht neue Wege gehen?
Sonntag, 7. März 2010
Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt aus Anlass der Übergabe von Unterschriften durch die Elterninitiative der sächsischen Gemeinschaftsschulen für den Erhalt der Einrichtungen an den Kultusminister:
„Ich frage Kultusminister Wöller, warum er neun von 500 Schulen nicht neue Wege gehen lässt? Ist es vielleicht das Ziel des Kultusministers, dass auch künftig innovative Projekte nur von freien Trägern und mit Schulgeld umgesetzt werden können? Die Eltern wollen nicht, dass sie und ihre Kinder schon mit zehn Jahren unter Druck gesetzt werden, um zu entscheiden, wer später mal ein Abitur macht und wer nicht. Die Gemeinschaftsschulen beweisen, dass es anders gehen kann. Fürchten sich CDU und FDP vor einem Erfolg dieses Schultyps? Es sind allein ideologische Gründe, weshalb diese erfolgreichen Schulen ab dem Schuljahr 2011/12 nicht mehr so weiter arbeiten dürfen wir bisher. Da hilft auch kein nebulöser Etikettenschwindel mit einer Oberschule oder Konsultationsschule. Die Eltern, Lehrer und Schulträger wollen verbindliche Zusagen und keine Beruhigungstropfen.
Keiner im Land versteht, warum die Gemeinschaftsschulen derart bekämpft werden – die Eltern am allerwenigsten. Engagierte Eltern geben ihre Kinder nicht an irgendeine Schule. Sie wollen in der Schule Lernqualität sehen. Offensichtlich haben die Gemeinschaftsschulen diese Qualität. Denn anders ist das Engagement der Eltern nicht zu verstehen. 10.000 Unterschriften in kürzester Zeit zu sammeln, spricht für sich.
Ich fordere Staatsminister Wöller dazu auf, die engagierten Eltern nicht zu brüskieren und die beachtliche Unterschriftensammlung zum Anlass zu nehmen, die Gemeinschaftsschulen in Sachsen zu erhalten.“
Bischofswerdaer SPD sachsenweit mit vorn
Die Bischofswerdaer Sozialdemokraten sind erstmals Preisträger als aktive Gliederung der SPD in Sachsen. Die Auszeichnung nahmen die Mitglieder am 27. Januar im Willy-Brandt-Haus in Berlin von Andrea Nahles entgegen. Für den Vorsitzenden Ilko Keßler ist der Preis das Sahnehäubchen auf den Erfolgen des aufstrebenden Ortsvereins: „Wir haben uns in den letzten Jahren neu aufgestellt, die Mitgliederzahlen verdoppelt und mit vielen engagierten Aktionen politische Erfolge errungen. Gerade in Bischofswerda wurde mit dem erfolgreichen Bürgerbegehren für ein innerstädtisches Einkaufszentrum der Bürgerwille umgesetzt.“ Zu dem am Samstag stattfindenden Kreisparteitag der Sozialdemokraten wird auch der sächsische Parteivorsitzende Martin Dulig die Erfolge der Bischofswerdaer Genossen würdigen.



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