„Wir wollen ja keinen Staudamm in Seeligstadt bauen“

Foto: Der Einlauf am See ist freigespült worden.

Munter plätschert das Wasser der schwarzen Röder durch Seeligstadt. Im September letzten Jahres sah dies auch anders aus. Intensive Regenfälle liessen direkt am Bahndamm die Kanäle überlaufen, was zur Überflutung des Deichs am Eisstadion führte.
Gemeinderat Ilko Keßler machte damals den schlechten Zustand der Gräben dafür verantwortlich. „Den Leuten stand das Wasser schon an den Füßen. Vor allem der Abwassergraben der Bundesbahn verdient den Namen Graben nicht mehr.“
 
Bei einem Vor-Ort-Termin besichtigte die Großharthauer Gemeindeverwaltung mit der Deutschen Bundesbahn den Zustand. Handlungsbedarf besteht dringend, denn ehemals funktionierende Überlaufkanäle müssen wieder instand gesetzt werden. Innerhalb der nächsten zwei Monate soll dies nun auch geschehen, so das Ergebnis vor Ort.
 
Für da Großharthauer Gemeinderatsmitglied ist es damit nicht getan: „Die Überspülung der Dammkrone am Eisstadion hat größere Schäden verursacht als angenommen. Während rings um den idyllischen See das Ufer befestigt ist, liegt die Dammkrone fast gleichauf mit der Wasserfläche. Da gibt es keine Reserve mehr.“
Vor Ort ist mit blossem Auge erkennbar, dass im kritischen Bereich des Pegelschiebers der Damm beidseits abgerutscht ist. Diese frischen Abbrüche zeigen die nächsten Schäden. Gänge von Nagetieren und Wurzelwerk unterhöhlen die Böschung. Der Pegelschieber steht mittlerweile fast gänzlich im Wasser.
 
Es sind vor allem die enormen Kosten, welche die Kämmerer auch anderorts zum Nachdenken zwingt. „Wir wollen ja keinen Staudamm in Seeligstadt bauen“, so Ilko Keßler, welcher darauf hinweist, dass Hochwasser-Förderanträge der Kommunen für geplante Instandsetzungsmaßnahmen an ihren Gewässern noch bis zum 30. Juni 2011 bei den zuständigen Landesdirektionen abgegeben werden können. „Es gilt diese Mittel zu nutzen – am besten so, dass der Hochwasserschutz vor dem nächsten Stresstest funktioniert.“

Großharthauer Einigkeit zur Eigenständigkeit

Gemeinamer Leserbrief der Gemeinderäte und Ilko Keßler(SPD) Andreas Ehrentraut(CDU)

Eine eigenständige Gemeinde Großharthau ist uns wichtig. Dies ist unsere klare Position als  Großharthauer Gemeinderäte  und Parteivorsitzende von CDU und SPD zum Thema „Bischofswerdaer Stadträte fordern Visionen für Gebietsreform“.

Wir wollen eine Verwaltung als Ansprechpartner für die Bürger vor Ort. Was Jahrhundertelang bewahrt wurde und als richtig galt, sollte nicht leichtfertig aufgegeben werden. Als Bürger von Großharthau sehen wir es als Vorteil, wenn Entscheidungen da getroffen werden, wo die Probleme entstehen. Wir wollen Sicherheit für die Kindergärten und unsere Grundschule sowie günstige Hebesätze bei Steuern und Gebühren.

Natürlich werden wir uns intensiv mit dem Thema Gebietsreform beschäftigen. Für Großharthau gilt dabei, dass wir unsere Stärken weiter stärken wollen. Dies wird bei uns jedoch offen mit allen Bürgern diskutiert und nicht im stillen Kämmerlein entschieden.

Wenn Bischofswerda sich als ein möglicher Partner anbieten will, dann sollte es vorab seine Hausaufgaben machen.  Ehrlichkeit beim Thema Stadtfinanzen gehört für uns dazu. Jetzt nach der Wahl ist es Zeit, den wahren Schuldenstand der Stadt samt Eigenbetriebe darzustellen. Nicht an schönen Worten, sondern an Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit erkennt man einen Partner.

 

Die SPD im Gemeinderat

Die SPD ist im Gemeinderat von Großharthau die größte Fraktion mit 6 von 16 Mitgliedern. Für die SPD sitzen im Gemeinderat Jan Schöne, Lutz Paulich, Gottfried Busch, Jeanett Rau, Ilko Keßler und Günther Heinrich. 

Lutz Paulick

Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat

geb. 1964, Beamter wohnhaft in Großharthau

 

Gottfied Busch

1. stv. Bürgermeister,

geb. 1946, Dipl.-Ing., Berufssoldat a.D., wohnhaft in Großharthau

 

Jeanett Rau

geb. 1969, Verwaltungsangestellte, wohnhaft in Seeligstadt

Verwaltungsausschuß

 

Ilko Keßler

Techn. Ausschuß und Gemeindeausschuß Frankenthal

geb.1971, Projektleiter, wohnh. in Seeligstadt

Jan Schöne

geb. 1975, Dachdeckermeister, wohnhaft in Schmiedefeld

Technischer Ausschuß

 

Günther Heinrich

geb. 1944, pens. Lehrer, wohnhaft in Schmiedefeld

Großharthau´s Bürgermeister heisst Jens Krauße

Der Bürgermeister von Großharthau ist Jens Krauße (SPD), der 2008 mit 98% der Stimmen wiedergewählt wurden. Seit 2001 führt er die Gemeinde.

Jens Krauße ist 1966 in Steinigtwolmsdorf geboren. Der gelernte Florist ist neben seinen Funktionen in der Gemeinde der Vorsitzende des regionalen Trink- und Abwasserverbandes Bischofswerda-Röderaue und Chef der ILEK-Region Westlausitz.