Sozialdemokraten besuchen Wilthener Brennerei

Der Landtagsabgeordnete Stefan Brangs (links im Bild) besuchte gemeinsam mit Vertretern der SPD-Ortsvereine Bischofswerda und Bautzen die Wilthener Brennerei.

Landtagsabgeordneter Stefan Brangs fordert weiterhin Soforthilfen für die Opfer des Hochwassers

Am Samstag besuchten die SPD-Ortsvereine Bischofswerda und Bautzen gemeinsam mit dem regionalen SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Brangs die Hardenberg-Wilthen AG.

Begleitet von Gästebetreuer Herr Grune informierten sie sich über die aktuelle wirtschaftliche Situation des Betriebes und die Auswirkungen des Hochwassers auf die Produktion und Logistik der Wilthener Brennerei und ihrer Auslieferungslager. Stefan Brangs Interesse galt dabei auch den vom Hochwasser betroffenen Mitarbeitern des Unternehmens.

Er wiederholte seine Forderung an den Freistaat, sich gegenüber der Bundesregierung für eine Freigabe der nicht verbrauchten Flutgelder aus 2002 einzusetzen. „Was wir brauchen, sind schnelle, unbürokratische Hilfen statt neuer Kreditangebote. Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Freistaat von den erhaltenen Bundesmitteln für die Beseitigung der Flut 2002 in Höhe von 800 Millionen erst 335 Millionen Euro verbaut hat und noch 445 Millionen Euro in seinem Haushalt schlummern. Anscheinend sind ihm Zinsgewinne wichtiger als angemessene Soforthilfen“, so Brangs abschließend.

Allgemeines

In einer weiträumigen Talsenke zwischen Picho, Mönchswalder Berg und Weifaer Höhe erstreckt sich Wilthen mit seinen ca. 6200 Einwohnern. Das Städtchen, ursprünglich ein wendisches Waldhufendorf, wurde 1222 erstmals urkundlich erwähnt. Die Geschichte besagt, dass Wilthen die erste größere Siedlung in der südlichen Oberlausitz war.

 

Der Ort präsentiert sich mit alten, anheimelnden Bauernhäusern,
neuen Wohnbauten und es gibt sie auch in Wilthen, die Oberlausitzer Umgebindehäuser. Diese, auf Grund ihrer architektonischen Besonderheit interessanten Gebäude waren oft die Behausungen der Leineweber. Im Gegensatz zu den Umgebindehäusern, die ausnahmslos unter Denkmalschutz stehen, verschwand das Handwerk der Tuchweberei in Wilthen. 
Der letzte noch intakte Webstuhl einer ehemaligen Wilthener Weberei sowie weitere Arbeitsgegenstände und Hausrat der Leineweber sind in der Heimatstube im "Haus des Gastes" zu sehen.

Die Wilthener Weinbrennerei, deren Produkte nach wie vor ihre Marktposition überaus erfolgreich behaupten, kann auf eine über 150jährige Tradition zurückblicken und macht die Stadt über die Grenzen Sachsens hinaus bekannt.

www.wilthen.de